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Kartenlegen und Tarot

Der Tod oder Sarg beim Kartenlegen


Der Tod oder Sarg beim Kartenlegen

Der Tod oder Sarg beim Kartenlegen

Oft liest man 'ein guter Kartenleger und Wahrsager sagt niemals den Tod voraus!'. Beim Erlernen des Kartenlegens stolpert der Neophyt unweigerlich über dieses bedeutsame Thema. Kein Thema ist einscheidender, erschütternder und angsteinflößender als das Thema des Todes. Kein Gefühl ist stärker als die Angst vor dem Tod - sei es der eigene oder der eines geliebten Menschen. Ein Grund, speziell gerade diesen Aspekt in mehreren Wahrsage-Karten und Systemen miteinander zu vergleichen.

Das Thema Tod taucht bei allen Wahrsagekarten in irgendeiner Form auf. Oft wird die schrecklichste aller Karten in der Kartomantie abgemildert und scheinbar schöngeredet. Die Karten des Totes werden hier genauer analysiert. Ist es wirklich so, das die Todeskarte niemals einen Tod ankündigt? Fest steht - man kommt in allen mystischen Gruppen und Traditionen mit dem Tod und der persönlichen Auseinandersetzung damit in Berührung. Die großen mystischen Zirkel und Bruderschaften verlangen von ihren Mitgliedern, sich mit dem Thema Verlust und Tod intensiv auseinanderzusetzen. Dazu verwenden sie in Ritualen und Initiationszeremonien zahlreiche Symbole wie z.B. den Sarg, Schädel oder auch menschliche Gebeine.

Beim Kartenlegen-Lernen setzen Anfänger zunächst intuitiv voraus, dass das starke Symbol der Todeskarte als anstehende Prophezeihung eines Sterbefalls aufzufassen ist. Der bloße Anblick der Karten Tod, Sarg, Widwer oder Widwe rufen sofort starke Emotionen und Ängste hervor. Oft wird beim Kartenlegen am Tisch zuerst die aufgedeckte Todeskarte und die eigene Personenkarte gesucht - nichts scheint dem Neophyten des Kartenlegens mehr zu interessieren, ob sich die Todeskarte neben der eigenen Personenkarte befindet. In dieser Situation greift ein erfahrener Kartenleger augenblicklich ein und ordnet die Karte anhand der umgebenen Karten in einen (meist neuen) Zusammenhang ein, der oft mit den Worten 'Habe keine Angst, das bedeutet jetzt nicht, was Du gerade denkst...' oder 'Ich sehe, dass Dir diese Karte gerade etwas Sorgen bereitet, davon möchte ich Dich zunächst schnell erlösen... ' beruhigt wird.

Wenn die Todeskarten gar nicht den Tod sondern etwas 'Milderes' signalisieren, warum verwendet man dann gerade dieses Symbol und nicht auch ein präziseres Symbol für einen Abschied wie z.B. eine Brücke, die nach dem Übertreten einstürzt oder einen abgesägten Baumstamm, aus dem ein kleiner neuer grüner Zweig herauswächst? Oder warum läßt man die Todeskarte nicht ganz weg - es gibt ja auch den 'Turm' oder 'die Sense' als kraftvolle Symbole beim Kartenlegen.

Die wichtigsten Todeskarten beim Kartenlegen sind:
  • Tarot: Nr. XIII- Tod
  • Lenormand: Nr. 8 - Der Sarg
  • Zigeunerkarten: Nr. 28 - Tod
  • Kipperkarte Nr. 19 - Ein Todesfall
Diese jeweiligen gebräuchlichen Deutungen der Karten sollen jetzt kurz beschrieben werden. Beim Vergleich dieser Karten fällt schnell auf, dass das Thema Tod tatsächlich von Kartendeck zu Kartendeck sehr unterschiedlich interpretiert und symbolisch verarbeitet wird - bei gemeinsamer symbolischen Schnittmenge.



Tarot: Nr. XIII- Tod


Die bekannteste Todeskarte ist beim Kartenlegen die Tarotkarte Nr. 13 - Der Tod. Während beim mittelalterlichen Marseille-Tarot der Tod noch als Skelett mit einer Sense dargestellt ist erscheint er im heute sehr verbreiten Rider-Waite-Tarot als Ritter auf einem weißem Pferd (Anlehnung an die Johannes-Apokalypse) mit einer schwarzen Fahne mit einer weißen Rose. Arthur Edward Waite - Mitglied des Golden Dawn Ordens - sah die Hauptaufgabe des Tarot nicht beim Wahrsagen und der Divination sondern in der Einweihung in die Mysterien des Rosenkreuzertums und des Christentums. Diese Karte wirkt weniger 'bedrohlich' als die Originalkarte aus dem Marseille-Tarot, symbolisiert die weiße Rose doch Leben und Wiedergeburt. Im Hintergrund geht auch schon die Sonne auf und ein Bischhof verspricht Erlösung. Der einzige Tote ist ein gefallener König der von 2 Kinder betrauert wird.



Deutung der Tarotkarte der Tod

Der Tod ist ein Symbol für ein Ende aber auch für einen Neubeginn. Die Karte ist eindeutig negativ zu bewerten und kennzeichnet einen schmerzlichen Abschied. Ein Kollege verliert seine Arbeit oder (je nach Kontext) eine Beziehung oder Freundschaft steht vor einem Ende. Die Tarotkarte kann den Tod symbolisieren.

Deutung zur Selbsterkenntnis: Der Tod ist im Tarot die 13 Karte. 13 ist eine unteilbare Primzahl und wird auch als Zurückziehen oder Isolation gedeutet. Der Fragesteller fühlt sich nicht mehr von seiner Umwelt verstanden, zieht sich in sein Innerstes zurück. Er erkennt sein wahres Ich. Was zuletzt sterben muss ist sein eigenes EGO. Diese Deutung wird von einem Philosophen auch so umschrieben: 'Der Sinn des Lebens besteht darin, den Mythos zu gründen. Hat man dies erreicht, ist man in der Lage, sein Leben dem Tod zu schenken, der dann das verborgene Bewusstsein des Menschen ins Jenseits geleiten wird (DL)'. Es geht hier um ein Symbol zur Selbstaufgabe eines alten Ichs, die Loslösung von Werten und Normen, Dogmen und von außen festgeschriebene Leitbildern die einem nur Schaden.

Fazit: Der Tod beim Tarot kann durchaus vom Kartenleger als Prophezeihung eines Trauerfalls aufgefasst werden - mit dem man sich bereits unbewusst auseinandersetzt - diese legitime Deutung wird aber zunächst zugunsten von anderen (milderen) Deutungsmöglichkeiten zurückgestellt werden. Der Tod beim Tarot ist also ein unumgänglicher Abschied immer in Verbindung mit einer positiven Wendung. Der Tod ist hier immer der keimende Samen für neues Leben, eine neue Situation. Zur Selbsterkenntnis bedeutet der Tod beim Tarot Selbstaufgabe des alten Egos.



Lenormand: Nr. 8 - Der Sarg


Beim Lenormand - Kartenlegen verzichtet man beim Thema Tod auf die Darstellung eines Skeletts und verwendet das Sarg - Motiv. Hier gibt es eine unausgesprochene Konvention für Kartenleger niemals den körperlichen Tod in dieser Karte vorherzusehen. Der Kartenleger soll entweder eine bereits verstorbene Person, die noch eine wichtige Rolle im Leben des Fragestellers spielt in die Situation einbauen. Auch hier wird zumeist der Sarg als ein Symbol dafür erkannt, dass etwas altes abstirbt und etwas neues beginnt. Man muss etwas hinter sich lassen. Beim Kartenlegen mit Lenormand wird insbesondere die große Tafel als Legesystem dafür verwendet, womit sich der Fragesteller momentan intensiv auseinandersetzt. Liegt der Sarg neben einer Herzkarte oder neben der Karte 'der Ring' wird z.B. das Ende einer Beziehung erkannt.

Deutung zur Selbsterkenntnis: Es geht um Loslassen und ungewollte Trennung. Die Karte stellt oft eine Lichtquelle im Hintergrund da (wie die Sonne im Rider-Waite-Tarot) - Symbol für Neubeginn oder einen neuen Blickwinkel. Eine geistige Erleuchtung steht an, die aber nur eintreten kann wenn der Fragesteller das Ende seines alten Standpunktes anerkennen kann. Es geht hier also um eine teilweile Selbstaufgabe zum Erreichen einer besseren Situation - symbolisiert durch die Lenormandkarte 'der Sarg'.

Astrologisch wird die Lenormandkarte der Sarg dem Planet Saturn zugeordnet und damit den Tiefgründen der Seele. Oft steht diese Karte dann für Manipulation und negative Beeinflussen - in welche Richtung das geht entscheidet der Kontext der Lenormandkarten.

Der Sarg beim Lenormand-Kartenlegen wird mit der Spielkarte Karo 9 assoziiert - diese Karte wird auch gerne als Geschenk oder neue Gabe aufgefasst. Als Zeitfaktor steht die Karte für die Ewigkeit oder eine lange andauernde neue Situation.

Fazit: Der physische Tod wird beim Lenormand strickt vermieden - erlaubt ist nur ein bedeutsamer Wechsel, Ende oder ein trauriger Abschied. Man muss etwas loslassen. Im schlimmsten Fall handelt es sich bei der Lenormandkarte 'der Sarg' um eine bereits verstorbene Person, mit der sich der Fragesteller noch intensiv auseinandersetzt. Oft wird gesagt: 'Der Sarg ist keine Sense' - die Deutung hängt also hier stark von der Frage ab - der physische Tod wird zumeist negiert oder konfabuliert.



Zigeunerkarten: Nr. 28 - Tod

Die Zigeunerkarte No. 28 - der Tod - benutzt wieder das kraftvolle Skelett als Symbol. Eingehüllt in ein zerissenes Gewand hält es ebenfalls ein kleines Licht in Form einer Laterne in der linken Hand. Auch hier geht es in erster Linie um einen Neuanfang und eine unumgängliche Veränderung. Der Tod wird hier ebenfalls von vielen Kartenlegern niemals physisch aufgefasst - hier rückt aber der Aspekt Befreiung in den Vordergrund.

Zigeunerkarten sind keine typischen Karten zu Selbsterkenntnis sondern die Divination steht hier im Vordergrund. Der Tod in der Skelett-Darstellung lehnt sich hier wieder an das mittelalterliche Marseille-Tarot an. Das Licht steht für neues Licht, einen neuen Standpunkt oder eine positive Besserung, der aber zuvor ein negativ empfundenes Ereignis vorangehen muss. Eine gravierende Veränderung steht an, die der Fragesteller bereits auf sich zukommen sieht. Fiat Lux - es werde Licht.



Kipperkarte Nr. 19 - Ein Todesfall


Bei der Kipperkarte Nr. 10 'Ein Todesfall' wird wieder das Sarg-Motiv verwendet - oft mit einem Kerzenleuchter im Hintergrund - also wieder ein erleuchtendes Licht, Symbol für eine neue und erweiterte Sichtweise. Hier erlaubt die Kartenleger - Konvention in der Zukunftdeutung tatsächlich den Todesfall als 'Todesfall' - man macht es aber sehr sehr sehr ungern. Diese Karte möchte evtl. auch vor einem Unfall warnen. Hier offenbart sich das Kartendeck der Kipperkarten als ein sehr ehrliches und direktes Deck (ohne doppelten Boden). Es erlaubt ebenfalls die persönliche Auseinandersetzung mit dem physischen Tod. Hier geht es um ein Ende oder eine neue befreite Lebensphase. Auch hier übrigens (interessanterweise) - wie bei Altenburger-Lenormand - ein gekachelter Fußboden. Dieser Boden ist in der Mystik auch gerne ein Symbol für den salomonischen Tempel oder ein Symbol für Meisterschaft und Zurücklassen des früheren profanen Egos.

In der Selbsterkenntnis kann die Kipperkarte also als positive Transformation des eigenen Geistes gedeutet werden - die Bereitschaft Veränderungen und Sichtweisen zugungsten einer besseren Einstellung aufzugeben. In der grand-Tableau-Legung kann es auch um einen Aspekt gehen, mit dem man sich gerade stark auseinandersetzt - meist vor einer neuen entscheidenden Lebensphase.

Was bedeutet eine Todeskarte nun und was eben nicht

Es kommt hier tatsächlich auf den Kartenleger und den Fragesteller an - die Karten verraten in erste Linie Dinge, mit denen sich der Fragesteller bereits momentan auseinandersetzt. Das kann bewusst oder auch unbewusst geschehen. Natürlich kann dies auch ein physischer Todesfall sein! Das starke Todes-Motiv ist aber in erster Linie ein Symbol für die Wichtigkeit, dass sich etwas ändert oder ändern muss. Wenn ein physischer Todesfall bereits jetzt in den Gedanken des Fragestellers auftaucht (in vielleicht 5% alle Fälle beim Kartenlegen) wäre es vielleicht sogar von einem Kartenleger unfair, diesem Thema aus falschverstandender Rücksichtnahme aufzuweichen oder zu ignorieren. Er wird es aber in jedem Fall vermeiden, die Ängste des Fragestellers unnötig zu verstärken sondern wird ihm - falls der physische Tod ein Thema für ihn ist - positive Wege aufzeigen wie er am besten damit umzugehen hat und das Beste aus dieser Situation machen kann. Genau aus diesem Grund wird in sämtlichen Todeskarten eines Wahrsage-Decks auch immer ein positiver Aspekt, z.B. ein Licht oder eine Sonne, zu finden sein.

Der Tod ist immer eine (zunächst) negative Karte und wird wohl von den meisten Kartenlegern als Ende und Neuanfang einer wichtigen Sache ausgelegt werden.

Wir müssen uns permanent als Menschen mit neuen Lebenssituationen auseinandersetzen. Egal ob wir das Kartenlegen mögen oder nicht. Die Todeskarten helfen uns jedoch dabei, uns auf mögliche Schicksalsschläge vorzubereiten. Es geht hier darum, uns auf neue Sichtweisen einstellen - auch wenn diese zunächst schmerzlich erscheinen. Ob das Thema Tod und Neubeginn durch ein Skelett, Sarg, Grabstein oder ein schwarzes Kreuz dargestellt wird ist reine Geschmackssache. Welches Deck der Fragesteller bevorzugt - ob Tarot, Lenormand, Zigeunerkarten oder Kipperkarten - das sei jedem selbst überlassen.

Entscheidend ist es, ob man sich selbst seine eigenen Ängste eingesteht - auch vor dem Tode. Bleibt man unbequemen Wahrheiten gegenüber offen und wendet die Wahrsage-Karten als Instrument an. Ein Instrument zur Stärkung und Festigung des eigenen Charakters und Persönlichkeit - jederzeit bereit, sein eigenes Schicksal selbst in die Hand zunehmen und für andere in schwierigen Situationen da zu sein.






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